Typische Betrugsmaschen bei Handwerker-Plattformen
Hier sind Maschen, mit denen Nutzer von Plattformen für Handwerkerleistungen immer wieder konfrontiert werden. Wer sie kennt, erkennt den Betrug in Sekunden.
1. „Vorkasse für Material“
Der angebliche Handwerker will schon vor dem ersten Termin und der Besichtigung Geld überwiesen haben, „um Material zu kaufen“ — und taucht dann nie auf. Regel: Eine Anzahlung erst nach persönlichem Kennenlernen, schriftlich vereinbart und gegen Rechnung oder Quittung, und möglichst nur in kleiner Höhe.
2. „Termin reservieren“
„Damit ich zu Ihnen komme, überweisen Sie 50 € Reservierungsgebühr.“ Bei Werkla gibt es keine kostenpflichtige Reservierung. Wer schon für das bloße Kommen Vorkasse verlangt, sollte Sie misstrauisch machen.
3. Der falsche „Werkla-Mitarbeiter“
Jemand schreibt oder ruft im Namen des Supports an: „Ihre Anfrage ist gesperrt, zum Entsperren überweisen Sie …“, „bestätigen Sie Ihr Konto mit dem Code aus der SMS“. Unser Support verlangt nie Geld oder Codes. Wir beantworten Ihre Anfragen — und schreiben Sie nicht mit Forderungen an.
4. Links zum „Bezahlen“ oder „Geld empfangen“
Für Handwerker: „Der Kunde hat schon bezahlt, holen Sie sich das Geld über diesen Link.“ Für Kunden: „Bezahlen Sie die Arbeit über diesen Link, sonst kommt der Handwerker nicht.“ Solche Links führen zu Phishing-Seiten. Die Arbeit bezahlen Sie direkt beim Handwerker — so, wie Sie es vereinbart haben.
5. Gefälschte Überweisungsbelege
Ein „Kunde“ schickt einen Screenshot einer Überweisung, die es nie gab — oder überweist angeblich „zu viel“ und bittet, die Differenz zurückzuschicken. Regel: Verlassen Sie sich nur auf den Zahlungseingang auf Ihrem eigenen Konto, nie auf Screenshots oder PDFs.
6. Der zu gute Preis
Ein Angebot zum halben oder einem Drittel des üblichen Preises, ohne eine einzige Frage zum Umfang der Arbeit — oft nur ein Weg, an eine Vorkasse zu kommen. Vergleichen Sie mehrere Angebote, lesen Sie Bewertungen und schauen Sie, wie viele Aufträge der Handwerker über Werkla schon erledigt hat.
7. „Nennen Sie mir bitte den Code“
Für Handwerker: Ein „Kunde“ bittet Sie, den SMS-Code zu nennen, den Sie „gerade zur Bestätigung des Auftrags“ bekommen haben. Dieser Code stammt von Ihrer Bank oder ist Ihr Anmeldecode für Werkla. Geben Sie ihn niemals weiter.
Was tun, wenn Sie betrogen wurden
- Lassen Sie Ihre Karte sperren, wenn Sie Kartendaten weitergegeben haben (Banking-App, Ihre Bank oder Sperr-Notruf 116 116).
- Informieren Sie sofort Ihre Bank — je früher, desto eher lässt sich eine Zahlung manchmal noch stoppen oder zurückholen.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei — online über die Onlinewache Ihres Bundeslandes oder auf jeder Dienststelle. Sichern Sie Chatverläufe, Screenshots, Telefonnummern und die Kontodaten, auf die Sie überwiesen haben.
- Schreiben Sie uns an support@fixyk.com — wir sperren das Konto des Betrügers und geben Behörden auf deren Anfrage die nötigen Informationen.